Start Dorfgeschichte

Zeittafel für Babben

 

  • 3000-1700 v.d.Z. jungsteinzeitliche Bewohner hinterlassen ihre Sachzeugen (Funde auf dem Acker rechts Richtung Crinitz und am
    Grundstück der Fam. Fiebig)
  • 1700-1500v.d.Z. Bewohner der mittleren Bronzezeit siedeln und bestatten südöstlich vom Ort (Hügelgräber ca. 200 m vom Ortsrand)
  • um 1000 u.Z. Slawen siedeln bereits in der heutigen Ortslage ( Knüppeldamm zwischen Radigk und Lehmann beim Bau der
    Wasserleitung in ca. 1,5m Tiefe gefunden)
  • 13./14. Jhd. vermutliche frühdeutsche Ortsgründung, zahlreiche Keramik dieser Zeit östlich der Kirche
  • 14./15. Jhd. Pechofenkeramik nordwestlich der Kirche belegt die Pechherstellung in frühdeutscher Zeit
  • 1481 diese Jahreszahl steht auf der Babbener Kirchenglocke, die am Hals eine spätgoestische Minuskelinschrift hat

 

  • 27.05.1504 erste Erwähnung als Babben, in einer Urkunde der Herrschaft von Sonnewalde
  • 15.11.1521 durch Kaspar von Minkwitz auf Drenow an den Johanniterordensmeister von Schlabendorf verpfändet
  • 25.11.1549 als Pfand an Markgraf Hans von Küstrin
  • 1585 Friedrich von Minkwitz kauft Babben zurück und lässt sich durch den Landvogt Kolowrat die Lehnsbestätigung ausfertigen,
    Besitz 9 Hufen
  • 1606 lt. Lehnsbrief Besitz auf 19 Hufen angewachsen
  • 1629 Friedrich von Minckwitz versetzt seine Güter „der Schulden wegen“ an Generalmajor Wolffersdorf
  • 1618-1648 starke Verwüstungen im 30jährigem Krieg überleben nur 5 Bauern aus dem Ort
  • 1692 erster Gottesdienst nach dem 30jährigem Krieg in Babben unter Pfarrer Albertus Kümmel
  • 1697 Graf Balthasar Friedrich von Promnitz erwirbt die Herrschaft Drehna und damit auch Babben

 

1700

  • 1708 5 Bauern, 2 Gärtner, insgesamt 10 Personen im Alter von 12 bis 60 Jahre
  • 1718 5 Hüfner, 2 Kossäten, 600 Gulden Schatzung
  • 1722 Zinndeckelkanne mit Jahreszahl in der Kirche
  • 1723 5 Hüfner , 2 Kossäten, 1 Häusler, die Kirche ist eine Tochterkirche von Fürstlich Drehna
  • 1733 Backsteinkirche mit dreiseitigem Ostabschluß, Wetterfahne mit dieser Jahreszahl kündet vom Bauabschluß
  • 1734 Jahreszahl auf zwei Zinnleuchter in der Kirche, Inschrift BFGvP 1734
  • 09.03.1744 Christian Pohle wird in Babben geboren, er wird später Missionar in Indien
  • 1793 Graf Moritz Ludwig Ernst zu Lynar kauft die Herrschaft Drehna zu der auch Babben gehört

 

 

1800

  • 1810 5 Bauern, 2 Kossäten, 10 Häusler
  • 1813-1815 Soldaten der Napoleonischen Armee zogen auf dem „alten Heeresweg“ durch die Gemarkung,
    im Territorium soll eine Babbener Jungfrau von diesen Soldaten umgebracht worden sein.
    Zur Erinnerung stand noch lange Zeit die „Jungfernsäule“.
  • 1818 1 Windmühle, 125 Einwohner, 23 Feuerstätten
  • 1819 Babben zählt zur Superintendantur Luckau
  • 1823 5 Bauern, 2 Kossäten, 8 Büdner
  • 1827 Babben wird im Staats- Post- und Zeituggslexikon von August Schumann ausführlich beschrieben
  • um 1830 der berüchtigte Hentschel wohnt in Babben
  • 1834 Einführung eines Tauf- Trau- und Sterbebuches, frühere Aufzeichnungen erfolgten ab 1671 in Fürstlich Drehna
  • 1840 1 Windmühle, 180 Einwohner
  • 1845 Dorfsiegel aus diesem Jahre bekannt
  • 1846 170 Einwohner
  • bis 1849 zur Standesherrschaft Drehna
  • 1849-1878 zur Kreisgerichtskommission Finsterwalde
  • 1856 Fläche des Vorwerkes 5767 Morgen
  • 1859 Frau von Gollmitz schenkt der Babbener Kirche eine neue Altarbekleidung,
    die Gemeindemitglieder stiften das Kruzifix

 

  • 21.04.1860 Mühlenmeister Otto wird vom Landrat als neuer Ortsrichter berufen, der bisheriger Ortsrichter Lieske wird von seinem Amt enthoben
  • 19.10.1861 Hentschel flüchtet aus dem Gefängnis in Luckau
  • 1864 1 Windmühle, 1 Schäferei, 1 Forsthaus
  • 1869 Fläche der Gemeinde 840 Morgen
  • 1871 240 Einwohner
  • 1877 Verkauf der Herrschaft an den Reeder zu Bremen, Christian Heinrich Wätjen
  • 1877 Einführung des „Hammers“ in Babben
  • 1879-1952 Amtsgericht Luckau1880 Einwohner gesamt 205, davon Ort 154, Vorwerk 51
  • 1880 die Babbener Kirche erhält eine neue Orgel, dazu gab die Provinzialsynode
  • 400 Mk, der Patron 200, eine durch den Pfarrer veranstaltete Lotterie brachte 140 Mk und den Rest trug die Gemeinde
  • 1881 der Patron ließ die Kirche und die Orgel mit einem neuen Anstrich versehen
  • 1888 das neue Schulhaus in Babben wird gebaut, wozu die Gemeinde nur 90 Mark für Sandfuhren beitrug

 

1900

  • 1900 Fläche der Gemeinde 178 ha, Einwohner insgesamt 145, davon Ort 116, Vorwerk 29
  • Sept. 1909 schwere Schlägerei in Babben, es soll drei Tote gegeben haben
  • 1910 Einwohner gesamt 144, davon Ort 112, Vorwerk 32
  • 1912 Gastwirt Herrmann Gottschling baut Saal an das Gasthaus an
  • 1915 die Babbener Kirche erhält die Orgel aus Fürstl. Drehna
  • 1913-1919 es existiert ein Strafverzeichnis für die Schule von Babben
  • 1914-1918 1. Weltkrieg, 6 Gefallene zu beklagen
  • 1917 Th. Goecke beschreibt u.a. die Kirche in seinem Werk „Kunstdenkmäler“
  • 1918 E.Mucke schreibt über Babben
  • 1921 Einwohner gesamt 123, davon Ort 99, Vorwerk 24
  • 1924 Forstmeister Dienemann in Babben erwähnt
  • 1924 beim Stämmeroden, wurde in der Nähe des Weges nach Rehain eine bronzene Absatzaxt vom böhmischen Typus gefunden
  • Mai 1926 der Förster Klutentreter stellt zwei Wilddiebe auf frischer Tat
  • 1927 Einwohner gesamt 142, davon im Ort 113, Vorwerk 29
  • 1928 das Vorwerk in Gemeinde aufgegangen
  • 27.04.1928 Alwin Arndt, Niederlausitzer Heimat- und Naturforscher, stellt die Herrschaft Drehna vor 125 Jahren im Heimatwanderer vor, darunter auch Babben
  • 03.12.1928 Gründung der FFw Babben, erster Wehrführer Wilhelm Wesnigk

  • 28.06.1931 im Niederlausitzer Anzeiger wird der Ehrenhain im Ursulagrund mit den Steindenkmalen vorgestellt
  • 16.06.1933 Volkszählung 128 Einwohner
  • Mai 1934 der Glasmacher Wilhelm Fiebig kauft den Gasthof
  • 26.08.1935 Sperrung der Straße Tanneberg-Babben wegen Brückenneubau
  • 1937 Babben zum Kirchenkreis Luckau
  • 1939 Einwohner 117

  • 1944 KH. Marschallek berichtet in seinem Buch u.a. über Babben
  • 20.04.1945 Einmarsch russischer Truppen, deutscher Luftangriff -1 Toter, 20 Verletzte
  • April 1945 großer Waldbrand bei Babben, ca. 800 ha Wald vernichtet
  • 1950 Kurt Krengel wird Wehrleiter der FFw Babben
  • 1950 die Babbener Schule wird geschlossen
  • 1952-1993 Babben gehört zum Kreis Finsterwalde
  • 01.06.1954 Einweihung des Babbener Badeteiches (heute Waldbad Babben)
  • 1957 Kurt Krengel wird Bürgermeister ( bis 1989)
  • 1957 Einrichtung eines Kindergartens ( bis 1975)
  • 1958 Bau der Buswartehalle

 

  • 1960 Feuerwehrgerätehaus wird gebaut
  • 1964 Gründung des Dorfclub Babben, 1. Vorsitzender ist Herbert Klutentreter
  • 1964 Bau der Leichenhalle auf dem Dorffriedhof
  • 1968 Beginn der Arbeiten für das Gemeindebüro

  • Juli 1970 1. Babbener Festtage
  • 1970 R. Hoigk wird Wehrleiter der FFw Babben
  • 1971 B. Töptitz stellt im „Friedensplan“ Babben-ein Dorf im Walde vor
  • 1972 Grundsteinlegung für das zukünftige Kulturhaus „Keilerbar“
  • 1975 Errichtung eines Folienlöschteiches
  • 31.12.1978 Winterkatastrophe – Temperatursturtz von +10 auf –20°C
  • 1979 R. Lehmann berichtet in seinem Hist. Ortslexikon u.a. über Babben
  • 12. 1981 das erstes Haus im Ort (Jähnchen) wird an das zentrale Trinkwassernetz angeschlosen
  • 1982 in Babben wohnen 45 Familien
  • 17.06.1982 Finsterwalder Heimatforscher finden in der Ortslage einen Kernstein aus der Jungsteinzeit

  • 31.01.1984 nach dem traditionellen Zampern kommt es am Abend zu einer folgenschweren Schlägerei mit Sowjet-Soldaten in der Gaststätte Fiebig
  • 11.05.1985 Finsterwalder Heimatforscher entdecken erstmals slawische Keramikreste in Ortskern
  • 13.05.1985 G. Klutentreter meldet den Bodendenkmalpflegern ein bronzezeitliches Hügelgräberfeld in der Gemarkung
  • 1985 die DDR-Meisterschaften im Bogenschießen finden auf dem Babbener Bogenschießplatz statt
  • 30.09.1986 ein umfangreiches bronzezeitliches Hügelgräberfeld steht seit diesem Tage unter ganz besonderem staatlichen Schutz (Nr. 904)
  • 09.11.1989 Öffnung der Mauer in Berlin

 

  • 1990 Bürgermeister Maria Schallhorn ( bis 1994)
  • 01.07.1990 Einführung der D-Mark in der ehemaligen DDR
  • 03.10.1990 Wiedervereinigung
  • 06.04.1991 anläßlich einer Exkursion von Mineralien- und Fossilienfreunden wurde im Raseneisensteinbruch das Mineral Vivianit entdeckt
  • 11.05.1991 Finsterwalder Heimatforscher entdecken im Wald nördlich des Ortes die ersten alten Ackerflächen, sogenannte Hochäcker
  • 1994 Bürgermeister Maria Matuschka ( bis 1998)
  • 1994 Eröffnung der Pension „Zum Jäger“ durch Inge Hoigk
  • 03.12.1994 ein neues, modernes Löschfahrzeug VW LT wird in Dienst gestellt
  • 29.12.1994 der Heimatverein Babben e.V. wird gegründet
  • 01.01.1997 Jutta Stephan, neuer Inhaber Gaststätte Fiebig
  • 1998 Bürgermeister Rudi Hoigk
  • 1999 Bodo Krengel neuer Wehrführer

 

2000

  • 01.01.2002 Einführung des EURO als Zahlungsmittel
  • 20.05.2002 das Denkmal im Ursulagrund bekommt ein neues Kreutz
  • 2003 119 Einwohner
  • 02.08.2003 Einweihung des neuen Mehrzweckgebäudes am Badeteich
  • 25.+26.06.2004 35. Babbener Festtage / 500 Jahre Babben
  • 04.09.2004 1. Ballonstart in Babben ( S. Lehmann, H. Radigk, K.Perl)
  • 30.04.2005 1. Platz beim Handdruckspritzen in Bornsdorf durch Babbener Mannschaft
  • 02.08.2005 Beginn der Arbeiten zur Sanierung des Folienlöschteiches
  • 15.10.2005 1. Babbener Oktoberfest auf dem Dorfplatz

 

  • 19.08.2006 Fledermauszählung durch NABU, es werden acht verschiedene Arten festgestellt, drei davon vom Aussterben bedroht
  • 08. 2006 der Feuerwachturm wird abgerissen
  • 01.12.2006 Freigabe der teilsanierten Ortsverbindung nach Schrackau
  • 01.01.2007 10 Jahre Gaststätte Fiebig, Inh. Jutta Stephan
  • 10.01.2007 wärmster Januartag seit Beginn der Wetteraufzeichnung
  • 18.01.2007 Orkan „Kyrill“ wütet über Teilen Deutschlands, zahlreiche umgebrochene Bäume auf den Verbindungsstraßen und einige Dachschäden
  • 01.05.2008 Heimatverein Babben übernimmt die Keilerbar zur Pacht
  • 01.05.2008 Himmelfahrt- 16 jähriger Radfahrer stürzt mit 2,12 Promille auf der Straße nach Schrackau
  • 28.09.2008 Kommunalwahlen 80% Wahlbeteiligung
  • 29.11.2009 Wildschweine auf der Dorfstraße, dem Friedhof und in einigen Gärten

  • Juni 2012 - Heimatverein erhält eine eigene Homepage Heimatverein Babben

 

 

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